Dämpfkolonne in Ellingstedt

Für die Schweinemast wurden Futterkartoffeln verwendet, die in grossen Mengen hierfür gekocht werden mussten. Dies erfolgte nach Gründung der Meierei als "Nebenprodukt" in der Meierei bei der Milchverarbeitung. Später wurde eine Dämpfkolonne angeschafft, wie aus diesen PDF-Dokument zu entnehmen ist. Als die Bauern Strom hatten, wurden auch eigene Kartoffeldämpfer angeschafft.
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Dämpfkolonne Ellingstedt
Dämpfkolonne Ellingstedt
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Die nachfolgende Beschreibung zum Kartoffeldämpfen auf der Seite

http://home.arcor.de/paulus79/Tradition.htm

könnte auch für die Dämpfkolonne Ellingstedt zutreffen:

"Vom Herbst an, nach der Kartoffelernte bis zum Frühjahr, mußten früher Schweinekartoffeln als Winterfutter gekocht werden. 

In den 30er Jahren kaufte die Raiffeisengenossenschaft eine Kartoffeldampfkolonne. Diese wurde von Hof zu Hof gefahren. Bedient wurde sie von einem Maschinisten. 

Die Dämpfkolonne bestand aus dem fahrbaren Dampfkessel, der mit Holz und Kohle aufgeheizt wurde, 3 Kesseln für Kartoffeln (Fassungsvermögen ca. 6 – 7 Zentner), einem Fahrgestell und einer Kartoffelmaschine. In den 60er Jahren wurde ein Ölbrenner eingebaut.  

Der mit Wasser gefüllte Dämpfer wurde aufgeheizt, und der Dampf strömte dann in die mit gewaschenen Kartoffeln gefüllten Kesel; Garzeit ca. ½ Stunde.  

Anschließend wurden die Kessel in ein Holz- oder gemauertes Silo gefahren. Die Kartoffeln wurden festgestampft, was eine schweißtreibende Arbeit war; danach luftdicht abgedeckt, und nach 6 Wochen konnte die Silage gefüttert werden. 

Für die Kinder war das eine schöne Zeit. Der Dämpfer war immer umlagert. Denn war ein Kessel gar, fielen immer Kartoffeln zum sofortigen Verzehr ab, und die schmeckten nicht nur den Schweinen."