Arbeitsgruppe Ellingstedt-damals

Wappen Ellingstedt
Wappen Ellingstedt

Wir sammeln Material über die Dorfgeschichte von Ellingstedt. Mit diesen Internetseiten machen wir es der Öffentlichkeit zugänglich.

Bis heute wurde unsere Seite von vielen Interessierten aufgerufen (siehe Besucherzähler rechts oben) und darüber freuen wir uns.

Viele Informationen müssen noch erforscht und bewertet werden. Ganz besonders die ältere Geschichte des Dorfes wird uns noch eine besondere Herausforderung auferlegen. Hier wären wir dankbar für Unterstützung und Mitarbeit. Auch für Hinweise auf Quellen, Material und auch von uns gemachte Fehler sind wir dankbar.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft treffen sich am ersten Sonnabend eines jeden Monats um 10:00 Uhr im Jugendraum der Sporthalle.

Ansprechpartner für die Arbeitsgruppe:

Eike Dockweiler, Tel.: 04627/9189330

Johannes Thomsen, Tel.: 04627/1255

 

Chronologie der Geschichte Ellingstedts

8./9./10. Jahrhundert Wikingerzeitliche Siedlung

1463    Ellingstedt als Teil Kirchspiel Hollingstedt (siehe PDF unten)

1547    Ortsteil Morgenstern wird erwähnt (siehe PDF unten)

1549    11 Hufner und 2 Wurthsitzer bilden Ellingstedt

1644    Ellingstedt leidet unter Schwedischen Truppen

1820    Mergel als Dünger verschafft höhere Ernteerträge

1852    19 Hufner, 3 Kätner, 6 Insten, 6 Häuerlinge,

            21 Abnahmeleute, 54 Parzelisten, 4 Wirte, 2 Höker,

            2 Zimmerleute, 1 Schuster, 1 Tischler, 5 Weber,

            2 Schneider, 1 Maler/Glaser

1854    Eisenbahn  durch Ellingstedt

1888    Gründung Meierei

1903    Gründung Spar-und Darlehnskasse

1928    Gründung Freiwillige Feuerwehr

1954    Großbrand in Morgenstern am 23.2.

1956    Gründung DRK und Sportverein

1957    Flurbereinigung wird eingeleitet

Aufzeichnungen von Pastor Petersen erwähnen Ellingstedt und Ortsteil Morgenstern
Ellingstedt und Morgenstern.pdf
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Aktuelles

Reise in den ehemaligen Kreis Saatzig in Pommern

 

Ellingstedt-damals: Unsere Reise nach Klein Lienichen

 am 13., 14. und 15. September 2017

 

Ende März / Anfang April 1945 kamen ca. 140 Flüchtlinge aus Klein Lienichen, Kreis Saatzig, nach Ellingstedt. Mit ihnen haben wir uns in der Arbeitsgemeinschaft intensiv befasst. Aufgrund dessen begaben sich 11 Interessierte mit zwei Kleinbussen des Amtes Arensharde auf die Reise nach Westpolen. Vielen Dank an diejenigen, die uns die Verfügbarkeit der Busse ermöglicht haben.

 

Bei der Anreise machten wir in Polen zwischen Stettin und Stargard einen Abstecher nach Stare Czarnewo (früher Neumark). Hier besuchten wir die von Polen und Deutschen eingerichtete Kriegsgäberstätte Neumark im Ortsteil Glinna. Neben gefallenen Soldaten wurden hier auch in den Kriegsfolgen getötete Zivilpersonen bestattet. Die Gesamtkapazität der Bettungen auf dieser Anlage beträgt 30000, zur Zeit sind es dort ca. 27000. Bis zu unserem Hotel Akacjowy Dwór in Trekzebiatów (Treptow) östlich von Stargard gelegen, war es nun auch nicht mehr weit.

 

Am nächsten Morgen starteten wir zu einer Rundreise im ehemaligen Kreis Saatzig. Die erste Station war in Pezino, wo wir das ehemalige Schloss Pansin und das heute darin eingerichtete Museum besichtigten. Darauf folgte ein Aufenthalt in Dzwonowo (Schönebeck). Im Alter von 12 und 6 Jahren mussten unsere Mitreisenden Uli und Klaus Brechler, in den ersten Märztagen 1945 mit ihren Geschwistern und Eltern fliehen. Als sie vor ihrem Geburts- und Elternhaus, den Nachbargebäuden und dem nahegelegenen ehemaligen Gutshof standen, spielten sie einen „Heimatfilm“ voller Kindheits-erinnerungen ab. Zur Mittagszeit nahmen wir in Ińsko (Nörenberg) am nahegelegenen Enzigsee eine kleine Mahlzeit zu uns.

 

Etwas ausführlicher besuchten wir den Ort Linówko (Klein Lienichen), der unser eigentlicher Reiseanlass war. Ein deutsch sprechender Einwohner des Ortes begleitete uns bei einem Rundgang. Die Reiseteilnehmerin Elfriede Gosch war am 2. März 1945, damals 6jährig, mit ihrem Bruder und ihren Eltern, vielen Anverwandten und so vielen anderen Ortsbewohnern von hier geflüchtet. Nach über 72 Jahren war es ihre erste Begegnung mit dem Geburts- und Elternhaus in ihrem Heimatort. Auch sie spulte ihren „Heimatfilm“ ab. Letztendlich wurden wir von unserem polnischen Begleiter zu Tee, Kaffee und Gebäck, in seiner Wohnung stattfindend, eingeladen -  polnische Gastfreundschaft!

 

In BiaŁa (Ball) sahen wir uns die dortige Kirche „Maria Schmerzen“ an. Der nächste Stopp fand in Szadzko (Saatzig), nahe der Burgruine statt. Saatzig war Namensgeber des damaligen Kreises.

 

Unsere Rückreise am nächsten Tag führte uns über Stettin, Gollnow und Swinemünde. Wir steuerten den am Stettiner Haff auf der Insel Usedom liegenden Ort Kamminke an, wo auf dem „Golm“ eine Kriegsgräberstätte eingerichtet ist. Hier sind viele der Toten, die amerikanische Luftangriffe auf Swinemünde am 12. März 1945 hinterließen, bestattet worden. Vor dem Verlassen der Insel hielten wir noch in Karnin. Hier führte bis zu ihrer Sprengung 1945 eine Eisenbahnbrücke mit Hubteil über den Peenestrom. Der Hubteil, der einst strategisch so wichtigen Strecke, überragt die Umgebung.

 

Erschöpft, aber um viele Reiseeindrücke reicher, kam die Reisegruppe am späten Abend wieder in Ellingstedt an.

 

Günter Pieper

 

 

Unsere Reise in den ehemaligen Kreis Saatzig in Pommern
Der vollständige Reisebericht als Download.
Polenreise 2017.pdf
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Bevölkerungs- und Strukturentwicklung                         der Gemeinde Ellingstedt

Herbert Hansen hat eine Darstellung der Bevölkerungs- und Strukturentwicklung in der Gemeinde Ellingstedt verfasst.

Bevölkerungsentwicklung

Neubaugebiet Hohendiek

Günter Pieper hat sich mit dem ehemaligen Neubaugebiet Hohendiek befasst und einen ausführlichen Bericht erstellt.

Neubaugebiete

Auszug aus Seite Familien/Kämmerer

Dieses Bild hat Hans Heinrich Kämmerer aus Schuby 1995 gemalt. Es zeigt das Haus der Familie Kämmerer, wie es seiner Erinnerung nach Ende der 1920iger Jahre ausgesehen hat.
Dieses Bild hat Hans Heinrich Kämmerer aus Schuby 1995 gemalt. Es zeigt das Haus der Familie Kämmerer, wie es seiner Erinnerung nach Ende der 1920iger Jahre ausgesehen hat.