Hof Voigt in Schellund von Errichtung bis zur Aufgabe

Bevor es 1962 einen Schlepper gab, hat mein Vater Hans Voigt die Arbeiten mit den beiden Kaltblutpferden verrichtet. Dokumente und Bemerkungen von Hans Heinrich Voigt
Bevor es 1962 einen Schlepper gab, hat mein Vater Hans Voigt die Arbeiten mit den beiden Kaltblutpferden verrichtet. Dokumente und Bemerkungen von Hans Heinrich Voigt
Die Entstehung des Ortsteiles Schellund beschreibt Hans Detlev Naeve auf der Unterseite "Ortsteil Schellund". Danach ist der Hof Voigt ca. 1860 errichtet worden. Koppeln für eine landwirtschaftliche Nutzung mußten erst geschaffen werden.
Entstehung Schellund Voigt.pdf
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Mein Vorfahre Thomas Voigt, Inste, hat in der Gemeinde Ellingstedt 17 Koppeln.
Grundsteuermutterrolle 19.3.1906.pdf
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Der Parzellist Johann Voigt erwirb von Peter Clausen in der Gemeinde Hüsby 2 Koppeln mit 5,08 ha.
Grundsteuermutterrolle 1.12.1908.pdf
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Eine Versicherungspolice für das Haus mit einem Versicherungswert von 6820 Mark.
Gebäudeversicherung Januar 1914.pdf
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Kurz vor seinem Tod, 20.4.1931, setzt Johann Hans Voigt seine Ehefrau Emma Voigt als Erbin ein.
Testament 30.03.1931.pdf
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Emma Voigt bekommt den Hof überschrieben, den sie seit dem Tod ihres Mannes (nur 51 Jahre alt geworden) alleine bewirtschaften muß.
Erbschein 10.5.1937.pdf
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Hofstelle Voigt aus der Zeit 2. Weltkrieg. Vor der Lohdiele Emma Bothmann, geb. Voigt.
Hofstelle Voigt aus der Zeit 2. Weltkrieg. Vor der Lohdiele Emma Bothmann, geb. Voigt.
Der Hof wurde durch frühen Tod von Johann Hans Voigt und Kriegsabwesenheit meines Vater nur von Frauen bewirtschaftet. Jetzt übernimmt Hans Voigt den Hof und bewirtschaftet ihn zusammen mit meiner Mutter Marichen Voigt.
Abnahmevertrag 1951.pdf
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Im Kontobuch gibt es nur geringe Geldumsätze. Die Familie versorgte sich überwiegend selbst aus der Landwirtschaft. Darum gab es geringe Auszahlungen für Einkäufe. Einnahmen waren Erträge aus den Milchlieferungen an die Meierei (1950 - 1.233,39 DM) und Viehverkäufen (siehe Einzahlungen auf dem Konto). Für den Stromanschluss wurden 1950/1951 an die Stromversorgung Rendsburg 880,00 DM und an den Elektriker Bannik 841,70 DM (300 DM+ 100 DM+ 441,70 DM) gezahlt.
Kontobuch 1948 bis 1951.pdf
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Die Luftaufnahme ist um 1952 entstanden (vorne stehen unser Knecht und ich). Links ist der Holzschuppen für Brennstoffe (Torf und Buschholz), rechts der neu errichtete Hühnerstall und hinten ein Heudiemen.
Die Luftaufnahme ist um 1952 entstanden (vorne stehen unser Knecht und ich). Links ist der Holzschuppen für Brennstoffe (Torf und Buschholz), rechts der neu errichtete Hühnerstall und hinten ein Heudiemen.
In den Jahren 1958 bis 1962 wurden ein neuer Stall errichtet und verschiedene Landmaschinen angeschafft. Dies war eine finanzielle Herausforderung für die nächsten Jahre, weil dafür Kredite aufgenommen wurden.
Rechnung Landmaschinen.pdf
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Den Anforderungen an den Strukturwandel in der Landwirtschaft war der Hof Voigt in seiner aktuellen Situation nicht gewachsen. Die Beratung der Landwirtschaftskammer zeigte 2 Wege auf: Entweder Vergrößerung durch Aussiedlung oder Hofaufgabe. Da auch unklar war, ob ein Sohn den Hof übernimmt, wurde die Landwirtschaft aufgegeben. Mit einer Versteigerung 1971 erfolgte der Verkauf von Tieren und Maschinen. Aus dem Erlös wurden die Schulden abgelöst und das Wohnhaus saniert. Meine Eltern haben die sozialen Leistungen wie Landabgaberente und Nachentrichtung in die Rentenversicherung genutzt.
Agarbericht 1972 der Bundesregierung.pdf
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Während der Schneekatatrophe 1978/79 war Schellund vom Verkehr abgeschlossen. Mit dem Hubschrauber wurde Tierfutter gebracht. Hier Hof Voigt.
Während der Schneekatatrophe 1978/79 war Schellund vom Verkehr abgeschlossen. Mit dem Hubschrauber wurde Tierfutter gebracht. Hier Hof Voigt.